{"id":1724,"date":"2003-03-24T18:45:36","date_gmt":"2003-03-24T16:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-erolzheim.de\/?p=1724"},"modified":"2014-02-24T18:49:35","modified_gmt":"2014-02-24T16:49:35","slug":"australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/?p=1724","title":{"rendered":"Australien"},"content":{"rendered":"<h2>Konzertreise des Musikvereins Erolzheim nach Australien<\/h2>\n<p><strong>34 Musikanten des Erolzheimer Musikvereins, verst\u00e4rkt durch Mitglieder von Nachbarvereinen, machten eine dreiw\u00f6chige Konzert- und Erlebnisreise entlang der australischen Ostk\u00fcste, organisiert und begleitet von Vorstand Dr. Roland Specker.<\/strong><\/p>\n<p>Ein bisschen mulmig war es den 47 Reiselustigen aus dem Illertal schon, als sie am fr\u00fchen Morgen nach Aschermittwoch ihren Bus bestiegen. Schlie\u00dflich standen ihnen 5 Stunden Busfahrt und 20 Stunden Flug bevor, um ihr Reiseziel Australien zu erreichen. Aber nach der zweiten Bacardi-Cola irgendwo hoch \u00fcber Indien stellten alle beruhigt fest, dass die lange Reise gar nicht so schlimm ist, wenn man ein lustiger Haufen von Volksmusikanten ist, der in Australien eine Konzerttournee machen will.<\/p>\n<p>Begonnen hatte es mit dem Besuch einer Abordnung aus dem australischen St\u00e4dtchen Tenterfield im Oktober letzten Jahres beim Erolzheimer Musikverein, die sich anl\u00e4sslich der Unterzeichnung einer St\u00e4dtepartnerschaft mit Ottobeuren in der Region aufhielt. Ein mit dem Vorstand befreundeter Farmbesitzer hatte die Einladung an die Erolzheimer vermittelt, bei dem j\u00e4hrlich in Tenterfield stattfindenden \u201eGerman Beer- and Winefest\u201c aufzuspielen.<\/p>\n<p>So hatten sich 34 Musiker und 13 Begleitpersonen nach gr\u00fcndlicher Vorplanung auf den langen Weg gemacht. Nat\u00fcrlich wollte man neben dem musikalischen Programm auch den fernen Kontinent etwas kennenlernen, und die Weltmetropole Sydney war erste Station.<br \/>\nNach Bezug der Hotelzimmer im Zentrum der Stadt und einem langen Erholungsschlaf machten eine Katamaran-Hafenrundfahrt und eine mehrst\u00fcndige Busfahrt mit den wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser herrlichen Stadt bekannt.<br \/>\nDie gro\u00dfartige Hafenbr\u00fccke, das moderne Opernhaus, die Skyline der Wolkenkratzer, die Altstadt, gebaut vor 200 Jahren von den ersten Siedlern, und das Olympiagel\u00e4nde begeisterten die Musikanten, die in einem kurzen Spaziergang im Botanischen Garten die gewaltigen Eindr\u00fccke erst einmal verdauen mussten.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage waren f\u00fcr die Erkundung der Umgebung Sydneys vorgesehen.<br \/>\nEine Fahrt durch den Nationalpark vermittelte einen ersten Eindruck von riesigen Gebieten unber\u00fchrter Wildnis. Eine ausgiebige Besichtigung der weltber\u00fchmten Bondi-Beach, wo die  Strandturniere der Olympischen Spiele stattfanden, standen ebenso auf dem Programm wie der Besuch eines Tierparks, wo man die ersten Begegnungen mit K\u00e4ngurus, Koalab\u00e4ren und anderen ungewohnten Tieren aus n\u00e4chster N\u00e4he hatte.<br \/>\nLeider boten die Fahrten in die Blue Mountains nicht die versprochenen Ausblicke, da sich die Berge in dichten Nebel geh\u00fcllt hatten. Daf\u00fcr war ein ausgiebiger Stadtbummel reichlich Entsch\u00e4digung. Der mit pulsierendem Leben gef\u00fcllte Darling Harbour, das faszinierende Unterwasser-Aquarium, die einmalige Rundumsicht vom Tower aus \u00fcber 300 Metern H\u00f6he, der pr\u00e4chtige Einkaufspalast des Queen Victoria Building und schlie\u00dflich die quirlige Chinatown waren f\u00fcr die Illert\u00e4ler ein gro\u00dfes Erlebnis. Ein gem\u00fctliches Pub in herrlichem Art Deco gleich gegen\u00fcber vom Hotel war jeden Abend Sammelstation, wo bis sp\u00e4t in die Nacht bei k\u00fchlem Bier lebhaft \u00fcber das Erlebte diskutiert wurde.<\/p>\n<p>Nach einer Woche Sydney brachte ein Bus die Reisegruppe 1000 km weiter nach Norden in die N\u00e4he von Brisbane, wo der schw\u00e4bische Auswanderer Card Geirhos bei Tenterfield seine \u201eWangrah-Farm\u201c hatte. Der Kontrast h\u00e4tte nicht gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen: von einer Millionenstadt direkt in die Wildnis. Nach der Einquartierung in Cottages, Wohnw\u00e4gen und Zelte wurde in der riesigen \u201eBavarian Lodge\u201c, einer holzget\u00e4ferten, von bayerisch-schw\u00e4bischen Souvenirs nur so strotzenden Empfangshalle, ausgiebig und feuchtfr\u00f6hlich Wiedersehen gefeiert.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag stand der offizielle Empfang durch die Stadt Tenterfield (die Gesamtgemeinde hat 6000 Einwohner und ist so gro\u00df wie Belgien !) auf dem Programm, anschlie\u00dfend zeigten die Musikanten bei zwei Konzerten in der Festhalle der Schule ihr K\u00f6nnen. Waren die klassenweise im G\u00e4nsemarsch hereingef\u00fchrten Sch\u00fcler unter den Argusaugen des Lehrerkollegiums noch sehr diszipliniert, so lie\u00dfen sie sich schnell von der schw\u00e4bischen Stimmungsmusik mitrei\u00dfen und gerieten bald au\u00dfer Rand und Band, was die Lehrer mit verlegenem Achselzucken kommentierten.<\/p>\n<p>Der folgende Tag brachte dann den musikalischen H\u00f6hepunkt der Reise, das j\u00e4hrlich an Bedeutung zunehmende Bierfest sollte von den Erolzheimer Musikanten sechs Stunden lang mit Stimmungsmusik umrahmt werden. Zuvor mussten sich die Musiker noch sportlich bew\u00e4hren. Ein spontan angesetztes Fu\u00dfballspiel mit dem \u00f6rtlichen Verein war von der Presse zum Prestigeduell zwischen Australien und den legend\u00e4ren deutschen Ballk\u00fcnstlern aufgebauscht worden. Das erste Spiel mit gemischter Damen-Herrenmannschaft wurde 3:0 gewonnen, das zweite wurde bei br\u00fctender Hitze nach 2:1 F\u00fchrung in der Halbzeit dann doch noch \u2013 stehend k.o. \u2013 2 : 4 verloren, was von der Lokalpresse tags darauf in einem ganzseitigen Kommentar geb\u00fchrend gefeiert wurde. Nach kurzer Erfrischung im Schwimmbad stieg dann das Bierfest, eine Veranstaltung, die den Illert\u00e4lern lang in Erinnerung bleiben wird, weil man als Musikant von einer solchen Begeisterung des Publikums nur tr\u00e4umen kann.<\/p>\n<p>Ganz Uners\u00e4ttliche kamen am n\u00e4chsten Morgen mit Bussen auf die Farm und wurden mit einem Fr\u00fchschoppenkonzert belohnt. Als dann der letzte Fan gegangen war, konnten die Musikanten endlich die menschenleere Wildnis genie\u00dfen. Die n\u00e4chsten Tage wurden ausgiebig dazu genutzt, das Gel\u00e4nde zu Fu\u00df, mit dem Jeep, mit dem Kanu zu erforschen.<br \/>\nUnd mit Tennisspielen, Angeln, Baden, wilde Ziegen Jagen, und dem abendlichen obligatorischen Barbecue am Lagerfeuer verging die Zeit wie im Fluge.<br \/>\nDie dritte Reisewoche f\u00fchrte zun\u00e4chst nach Noosa Heads, dem australischen St.Tropez, wo mit einem Wohlt\u00e4tigkeitskonzert f\u00fcr die Navy-Kadettenschule das musikalische Programm abgeschlossen wurde. Der Ausflug am n\u00e4chsten Tag ging nach Fraser Island, der gr\u00f6\u00dften Sandinsel der Welt, auch das ein Weltkulturerbe wie das gro\u00dfe Barrier-Riff, welches das Ziel der restlichen Tage in Australien war. Von Cairns aus, einer aufstrebenden Stadt mitten in den australischen Tropen, wurden ausgiebige Touren in den Dschungel und in die Welt der Koralleninseln unternommen.<\/p>\n<p>Schwei\u00dftreibende Fu\u00dfm\u00e4rsche unter Lianen faszinierten die Musikanten ebenso wie Schnorchel-Tauchg\u00e4nge zu den bunten Fischen, auch wenn einige glaubten, bedingt durch den hohen Seegang, die Fische auch f\u00fcttern zu m\u00fcssen.<br \/>\nDann hie\u00df es, Abschied nehmen vom fernen Kontinent. Nach zwei Inlandsfl\u00fcgen wurde in Sydney Wiedersehen mit den Instrumenten gefeiert, die auf dem Landwege vorausgereist waren. Dann bestieg man gemeinsam den Jumbo-Flieger und nach einer endlosen Nacht \u00fcber den Wolken hatten die Musiker wieder Heimaterde unter den F\u00fc\u00dfen. Eine unvergessliche Reise war zu Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzertreise des Musikvereins Erolzheim nach Australien 34 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1724","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berichte-bilder"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1724"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1724\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1744,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1724\/revisions\/1744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-erolzheim.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}